Presseinformation 08.12. 2005
Winterwetter und freilaufende Hunde bringen besondere Gefahr für das Wild
Die Kreisjägerschaft Remscheid appeliert an Spaziergänger und Erholungssuchende im Wald unbedingt die Wege einzuhalten und Hunde nicht außerhalb der Wege frei laufen zu lassen! Denn gerade das Winterwetter, nicht nur eine hohe oder verharschte Schneelage, sowie freilaufende Hunden bringen jetzt extreme Gefahr für das heimische Wild. Alle Wildarten in Remscheid, insbesondere das Rehwild, müssen sich auf die winterliche Witterung einstellen und versuchen, mit einem knappen Nahrungsangebot auszukommen. Wildtiere entwickeln dabei die Strategie, möglichst wenig körperliche Energie zu verbrauchen, das heißt, sie ruhen vorwiegend in ihren Verstecken. Jeder Fluchtversuch, etwa durch Spaziergänger oder freilaufende Hunde verursacht, kann diese Überlebensstrategie empfindlich stören. Den Tieren werden unnötige Qualen beigebracht, sie können sogar durch Schwäche verenden oder werden leichte Beute für stöbernde, also wildernde Hunde. So hat vor zwei Wochen ein mittelgroßer Mischlingshund nahe der Ortschaft Nagelsberg einen jungen Rehbock gerissen und angefressen, in dieser Woche wurde nahe der Ortschaft Buchholzen ein Rehkitz durch freilaufende Hunde buchstäblich zu Tode gehetzt. Alle Natur- und Tierliebhaber sollten deshalb Tierschutz praktizieren, auf den Wegen bleiben und Hunde möglichst nicht von der Leine lassen! Eine selten hohe Schneelage und winterliche Temperaturen locken jetzt viele Spaziergänger, Freizeitsportler und Erholungssuchende in die Remscheider Reviere das heimische Wild braucht jetzt vor allem Ruhe, um dem Winterwetter unbeschadet standhalten zu können!
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