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Brauchtum:
"Die Jagd ist so alt wie die Menschheit selbst."


Themen:
Bläsergruppe
    Bläsertour 2005
Wermelskirchen a la Card


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Brauchtum

Seit Mai 2001 bekleide ich das Amt des Obmanns für das jagdliche Brauchtum in unserer Kreisjägerschaft. Nach dem Bestehen der Jägerprüfung im Jahre 1976 wurde ich Mitglied der Remscheider Bläsergruppe. 1983 musste ich aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland umsiedeln und habe erst wieder Anfang 2000 im Bläserkorps der Kreisjägerschaft Remscheid und des Hegerings Wermelskirchen das Jagdhornblasen wieder entdeckt.


 

Hans Bohle



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„Die Jagd ist so alt wie die Menschheit selbst.“

Daher ist es nicht verwunderlich, wenn unsere Vorfahren für die Jagd bestimmte Regeln aufgestellt haben, die sich dann über die Jahrtausende hinweg weiterentwickelt und teilweise auch heute noch eine Bedeutung haben. Die Pflege des jagdlichen Brauchtums ist unter anderem ein Anliegen der Kreisjägerschaften. Nicht nur, weil es einen Teil der jagdlichen Öffentlichkeitsarbeit darstellt, sondern auch, weil der ethische und der ästhetische Wert des Waidwerks insgesamt dadurch gesteigert wird.

Dr. Richard Blase definiert jagdliches Brauchtum so:„Jahrhundertealte erprobte und eingebürgerte Sitten und Gebräuche, die das Waidwerk mit dem stimmungsvollen Gehalt einer hohen Jagdkultur erfüllen.“

Die Anwendung des jagdlichen Brauchtums hat damit sehr wohl einen praktischen Nutzen für den Jagdbetrieb:



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Was würde der Schweißhundeführer ohne Anschussbruch tun?  
Sicher kann der Schütze ihm die Stelle zeigen
(wenn dieser vor Ort dabei ist),

aber dazu muss er wieder unnötig am Anschuss herumlaufen
 


Wie kann eine Treib- oder Drückjagd organisiert werden?  
Sicher geht es auch mit dem Handy oder Zuruf
(je nach Größe des Treibens mehr Geschrei),

aber

wie viel ausdrucksvoller ist der Klang des Jagdhorns
 


Was wäre die Jagd ohne die
Waidmannssprache?  
Sicher kann man von Beinen anstelle von Läufen, von der Nase anstelle vom Windfang oder dem Schwanz anstelle von der Blume reden,

aber

unsere bildreiche Jägersprache ist in ihrer Ausdruckskraft doch einfach schöner!
 


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Oder was wären wir Jäger ohne die Waidgerechtigkeit?

Viele ihrer ungeschriebenen Regeln gehören mit zum jagdlichen Brauchtum!  


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