In diesen und in den kommenden Wochen stellt sich bei fast allen heimischen Wildarten Nachwuchs ein. Die Kreisjägerschaft Remscheid appelliert deshalb an alle Natur- und Tierfreunde den Tieren in Wald und Feld jetzt Ruhe zu gönnen. Um das Jungwild zu schützen ist es jetzt besonders wichtig, dass Hunde außerhalb der Wege nicht ohne Leine laufen. Aber auch Hundehalter, die sich des Gehorsams ihres vierbeinigen Begleiters nicht völlig sicher sind, sollten zum Schutz der Tierwelt jetzt generell auf das Freilaufen lassen verzichten. Auch Katzen dürfen nicht zum unkontrollierten Streunen nach draußen gelassen werden. Das gilt auch für Wiesen und Weiden, sie sind ein bevorzugtes Versteck für Hasen und Rehkitze. Immer wieder kommt es vor, dass Spaziergänger Jungtiere oder Nester in Feld und Wald finden und vermuten, sie seien von den Elterntieren verlassen. In den aller meisten Fällen ist das aber nicht der Fall, denn Wildtiere lassen ihren Nachwuchs aus biologischen Gründen oft stundenlang allein. In diesen Fällen gilt, den Tiernachwuchs auf gar keinen Fall zu berühren oder mit nach Hause zu nehmen. Denn allein schon durch das Anfassen haftet zum Beispiel Rehkitzen oder Junghasen menschlicher Geruch an, der verhindert, dass die Tierkinder von ihren Eltern weiter versorgt werden. Auch Vögel verlassen bei Störungen das Nest, die Eier oder Jungvögel. Der Versuch, Jungtiere mitzunehmen um sie selbst großzuziehen bleibt, abgesehen davon, dass dies strafbar ist, von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Die Überlebenschancen der Jungtiere sind gleich null, denn allein dem speziellen Nahrungsbedürfnis kann nicht entsprochen werden.
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