Freilaufende Hunde verursachen Tierdrama

20.06.2000

Schon wieder haben freilaufende Hunde in Remscheid ein Reh gerissen. Dabei kam es zu einem regelrechtenTierdrama.
Vor einigen Tagen beobachteten Anwohner am Birgdener Berg in Remscheid, wie drei Hunde laut bellend um ein Reh herumsprangen und erst davon abließen,als sie nach einiger Zeit von ihrer offensichtlichen Besitzerin zurückgerufen wurden.
Die Augenzeugen, die dem schwer verletztem Reh nicht mehr helfen konnten, stellten die Hundehalterin zur Rede. Diese entfernte sich und behauptete, das Wild sei vergiftet, sie oder ihre Hunde hätten jedenfalls damit nichts zu tun.
Der herbeigerufene Jagdaufseher, Klaus Hild, konnte jedoch an dem Tier eindeutig feststellen, dass es durch schwere Bissverletzungen getötet wurde.und erstattete Anzeige.
“ Besonders dramatisch ist in diesem Fall, so Klaus Hild, dass dieses Reh zwei Kitze geführt hat, die nun unweigerlich verhungern müssen. Ein trauriges Beispiel dafür, was Gedankenlosigkeit , Egoismuss und falsch verstandene Tierliebe anrichten können.”
Gegen die Hundehalterin wird zur Zeit ermittelt, ihr droht zumindest ein empfindliches Bußgeld.
Nicht zuletzt auf Grund dieses Vorfalles wird die Kreisjägerschaft nicht müde immer wieder an Hundehalter zu apellieren, ihre Begleiter nur auf Wegen und im sogenannten Einwirkungsbereich ohne Leine laufen zu lassen.


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